Einer der zurecht immer mit der Friesenmühle in Verbindung gebracht wird ist der Hiasl.

Er war ein Einsiedler der 24 Jahre lang in der sogenannten Hiaslhöhle, mitten im Wald lebte, die sich etwa 15 Gehminuten vom Landgasthof Friesenmühle befindet. Johann Seitz, Wirt der Friesenmühle, hat ihn noch persönlich gekannt.

Der Hiasl, der mit bürgerlichen Namen Josef Wiesmet hieß wurde am 23. Januar 1881 in Winzer bei Regensburg geboren.  Ur- sprünglich lernte er den Beruf des Steinmetz. In den 24 Jahren die er in seiner Höhle wohnte, betätigte er sich allerdings als Korb- flechter und wurde dafür überwiegend in Naturalien bezahlt.

Die wahren Gründe für sein Abwandern in die Natur des Labertals sind jedoch nicht bekannt. Man vermutet allerdings, dass er aufgrund einer unglücklichen Liebschaft oder eines Streits mit seinem Vater die Einsamkeit aufsuchte.

Während des Winters, wenn es die Temperaturen nicht mehr zuließen in der Höhle zu schlafen, verbrachte der Hiasl die Nächte im Stall der Friesenmühle. Seine Hauptmahlzeit bestand aus Butter, Brot und G´selchtem. Die Milch bezog er aus der Friesenmühle.
Lange Jahre blieb der Höhlenbewohner von Krankheiten verschont bis er im Herbst 1948 ins Parsberger Kreiskrankenhaus gebracht werden musste. Ein Dokument des Krankenhauses belegt, dass der „Korbflechter Josef Wiesmet, katholisch, wohnhaft in einer Felsenhöhle in der Gemeinde Mausheim am 19.Oktober 1948 verstorben ist“.

Die Wirtsleute, Johann und Erika Seitz wollen den Hiasl, dessen Höhle leider im Laufe der Jahre durch die Witterung an ihrer ursprünglichen Form einbüßte, dennoch in Erinnerung behalten.